Des Läufers Pech – Verletzungen!

In letzter Zeit las ich bei meinen Blog-Freunden überdurchschnittlich oft von Laufverletzungen, oder anderen Krankheitsgeschichten. Natürlich fällt jeder von uns hin und wieder aus. Die Häufigkeit der letzten Wochen machte mich aber nachdenklich! Was waren in meinem Fall so die bekanntesten, die ich im Laufe der Zeit so erleben „durfte“ und wie ging ich damit um?Laufverletzung1

Gleich beim zweiten Marathon erwischte mich ein Ermüdungsbruch, den ich – Internet sei Dank – selbst diagnostizierte, während der Arzt noch rätselte. Iliotibiales Bandsyndrom kann man es auch nennen, aber der erste Name ist aussagekräftig genug! Es folgte eine mehr als zweimonatige Behhandlung bei einem Sportarzt bis ich wieder laufen konnte.

Viel schlimmer waren die Probleme mit meiner Achillessehne, die mir mehrere Jahre hindurch Sorgen bereitete. Auch waren hier monatelange Behandlungen vonnöten. Auch Schmerzen an der Ferse machten mir oftmals zu schaffen. Massive Schmerzen verursachte stets das Sprungelenk, wo ich die Aussenbänder mehrmals überdehnt habe. In Summe war ich pro Jahr ca. zwei Monate unfähig zu laufen!

Verletzung_2008.AprilDie Ungeduld, die mich immer plagte trieb mich viel zu oft in weitere Verletzungen und noch längere Pausen. Kommt euch das bekannt vor? Wahrscheinlich, weil die meisten so reagieren. Weil sie die Bewegung gewohnt sind und auch regelmäßig benötigen. Auch ich habe lange gebraucht um gewisse Dinge zu verstehen. Die da wären:
- Ich höre viel mehr auf meinen Körper als je zuvor!
- Ich gebe Verletzungen die Zeit die sie brauchen um auszuheilen!
- Ich bin älter, ruhiger und vernünftiger geworden (höchste Zeit ;-
))

Ein ganz wichtiger Grund, warum ich heuer im 60igsten Lebensjahr trotzdem die meisten Kilometer, wie auch die meisten Wettbewerbe laufen werde ist eine Investition die sich gelohnt hat. Ein Balancebrett welches ich während der täglichen Nassrasur verwende, wodurch meine Beine in einem hohem Ausmaß stabilisiert wurden (liebe Frauen, die ihr das lest, vielleicht gehts auch beim Schminken? Kann mir aber vorstellen, dass die Genauigkeit der Striche darunter leidet!).

Noch kurz zu meinem Beinahe-Ausfall beim Triest-Marathon. Bekanntlich habe ich ca. das letzte Drittel im Gehen/Stehen/Laufen absolviert, weil mich heftige Wadenkrämpfe plagten, deren Nachwirkungen ich heute noch spüre. Viele von euch verwenden sie, mir wurden sie zum Verhängnis – die Kompressionsstrümpfe. Es gibt übereinstimmende Meinungen, dass diese bei mir eben keine Stütze waren, weil meine Wadel (Unterschenkel) halt sehr stark ausgefallen sind und dadurch wenig Blut zirkulierte!

An alle Leidenden: Es wird wieder besser, immer! Es dauert halt immer viel zu lange! Aber das wisst ihr ja ;-)

5 Antworten zu „Des Läufers Pech – Verletzungen!“

  1. der ewige Anfänger sagt:

    Den Tipp mit dem Balancebrett kann ich zu 100 % unterschreiben, eine der besten Investitionen (7,95 €), die ich je gemacht habe.

    Beim Rasieren draufzustehen traue ich mich allerdings nicht – ich nehme es beim Zähneputzen…

  2. Hannes sagt:

    Balancebrett für 8 Euro? Das will ich auch. Als ich zuletzt eines gesehen habe, sollte es fast 50 Euro kosten. Das war mir zu viel.

    Zu den Verletzungen: Wohl jeder Läufer kennt sie. Mancher mehr, mancher weniger. Ich glaube, es benötigt bei jedem (!) eine Zeit lang, bis man die Vernunft lernt. Manche lernen es nie …

  3. Gerd sagt:

    Hochinteressant die Sache mit den Kompressionsstrümpfen. Ich kann mir vorstellen, dass sie bei vielen ähnliche Auswirkungen haben. Muss man immer von Fall zu Fall abwegen. Ich hatte bisher noch keine Probleme, werde die Sache aber beobachten.
    Das mit den Verletzungen muss wohl jeder Anfänger selbst erfahren. Bei mir hat es auch einige Zeit gedauert um festzustellen, dass Ungeduld der schlimmste Ratgeber bei Verletzungen ist.
    Aber zum Glück bin ich ja nicht Beratungsresistent und habe, so hoffe ich doch, dazu gelernt. ;-)
    Gruß Gerd
    Ach ja, viele Läufe im Wald festigen auch die Füße. Weniger Straße Laufen und mehr Gelände!

  4. huobaere sagt:

    @der ewige Anfänger: bei meinem bescheidenem Bartwuchs kein Problem!

    @Hannes: da gebe ich dir recht. Meines hat an die 40,- gekostet! Zum Artikel, der war ja hauptsächlich an dich gerichtet. Als schwacher Trost sozusagen!

  5. huobaere sagt:

    @Gerd: Ich laufe ja vorwiegend im Gelände. Und gerade da bin ich ja relativ oft mit meinem instabilen linken Fuß umgekippt. Das schlimmste war dann immer vom Ort der Verletzung (irgendwo in den „Pampas“) wieder nach Hause zu kommen!

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